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Der Weg zum Wellenreiten (Teil 1)

Herzlich Willkommen beim Fuerteventura Surfblog. Mein Name ist Christof , ich habe mir vor zwei Jahren einen Traum erfüllt und meine Leidenschaft das Wellenreiten zum Beruf gemacht. Es war ein langer Weg und nicht immer leicht…

Angefangen hat alles vor mehr als 10 Jahren bei einem Urlaub an der französischen Atlantikküste. Das Wellenreiten hat mich schon immer fasziniert, die wenigen Bilder die man im Fernsehen oder Zeitungen sah, wirkten so unwirklich ,so fantastisch ganz wie aus einer anderen Welt. Entsprechend aufgeregt und gespannt war auf meinen ersten wirklichen Kontakt mit dem Wellenreiten.

Eine Gruppe von 10 Jungs mit 3 alten Autos und 4 noch älteren Surfbrettern unterwegs an den Atlantik. Wie es sich für einen richtigen „Road Trip“ gehört hatten wir eigentlich nichts wirklich geplant und natürlich passierte viel unvorhergesehenes – Gutes wie Schlechtes – aber genau das macht ja eine gute Reise aus.
Mein erster Surfversuch verlief natürlich alles andere als reibungslos, ganz im Gegenteil: Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern wie viel Wasser ich schluckte. Zurück am Strand war meine Motivation, dass Wellenreiten zu lernen wieder auf Normalmaß geschrumpft.

Aber sie kam doch und schneller als ich dachte - der magische Moment in dem alles funktioniert. Keine Ahnung wie. Eine Woche später waren wir wieder abends im Wasser und ich wollte eigentlich nur auf dem Brett raus aufs Meer paddeln um „Surfer Like“ den Sonnenuntergang in der Brandung zu genießen. Ich war also nicht darauf vorbereitet, dass ich an diesem Abend meine erste Welle surfen würde.
Was soll ich sagen, es ist ein Erlebnis dass man kaum beschreiben kann, weil es so kurz ist und einem so unwirklich erscheint. Man weiß manchmal später nicht, ob man diesen Augenblick geträumt hat oder er wirklich statt gefunden hat.
Fest steht, ich glaube dieser Augenblick hat mein Leben ein wenig verändert, denn ohne theatralisch zu werden kann ich sagen, hätte es diesen Abend nicht gegeben, wer weiß ob ich jetzt hier sitzen würde um meine ersten Surferfahrungen aufzuschreiben.

Natürlich hatte dieser Urlaub alle nötige Dramatik und Komödie, die zu einem wirklich guten Urlaub gehören: Gute Freunde, eine Romanze mit traurigem Ende und die Erfahrungen mit den Naturgewalten des Ozeans.
Davon brauchte ich mehr!

Zurück in meiner Heimatstadt Berlin begann ich jeden Fetzen zu sammeln, der mit Wellenreiten zu tun hatte. Ich glaube oft zum Leidwesen meiner Freunde, die wie sie mir später berichteten, von meiner neuen Leidenschaft doch oft eher amüsiert waren, denn ich sprach nur noch vom Wellenreiten, aber hatte ja bis dato nicht mal drei komplette Wochen am Meer verbracht.

Das sollte sich ändern. Meine Freizeit und Urlaubsplanung lief auf vollen Touren und zeigte erste Erfolge. Dank meiner Überredungskunst verbrachte ich den ersten gemeinsamen Urlaub mit meiner Freundin wieder am Atlantik und das Ablösegeld meines Zivildienstes ermöglichte mir und meinen Freunden eine Reise nach Sri Lanka.
Aber wie es sich für einen richtigen Junkie gehört - immer auf der Suche nach dem nächsten Schuss – brauchte ich mehr!
Die vier freien Wochen die in meinen Sommerferien noch klafften wie ein großes schwarzes Loch, mussten auch mit Wellenreiten gefüllt werden.
Ich hatte früher schon als Betreuer im Kinderferienlager gearbeitet. Es musste doch irgendwie möglich sein, diese freien Wochen am Atlantik zu verbringen. Gesagt getan. Meine ersten Recherchen in Reisbüros gaben mir Recht, es gab Ferienlager am Atlantik und ich begann mich zu bewerben. Nach einigen Ab- und Zusagen landete ich einige Monate später, am 1. Juli in Moliets Plage beim Rainbow Tours Surfcamp. Ich war an einem Ort an dem man jeden Tag nach der Arbeit Wellenreiten konnte zusammen mit anderen, die meine Leidenschaft teilten. Es war unglaublich! So dicht am Meer und Wellenreiten, fühlte ich mich wie Kelly Slater, den mittlerweile 8 fachen Weltmeister im Wellenreiten kannte ich dank intensiven Surfzeitungkonsums schon damals recht gut. (Ende Teil 1)

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2 Antworten zu “Der Weg zum Wellenreiten (Teil 1)”

  1. Ben sagt:

    Moin Moin, alter Blogger! Glückwunsch zum ersten Artikel und viele Grüße aus dem Wellenlosen Freiburg. Dein erster Artikel liest sich sehr gut; bin gespannt auf die Fortsetzung! Besonders die Schwärmerei für die neue Leidenscheift, die man gerade erst angetestet hat, selbst noch der totale Anfänger ist und vom Wellenreiten träumt “wie die Großen”, kann ich sehr gut nachvollziehen – stecke mittendrin ;) Leider dauert es noch einige Wochen bis der salzige Kaltwaschgang mich wieder auf den Boden der Tatsachen holt :)

  2. Senkstyla sagt:

    Hallo Christof,

    cooler Artikel! Ich bin gespannt auf mehr! Lass es rocken, bis bald!

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