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Mit ‘Fuerteventura’ getaggte Artikel

Berliner Stadtgöre als Praktikant auf Fuerteventura

Samstag, 30. Juni 2012

…Ein Tatsachenbericht

Heute schreibt für Euch unser Praktikant Georg, der unser Team im Mai und Juni 2012 bereichert hat :
Vielen Dank, lieber Georg für Deine tolle und engagierte Arbeit und diesen sehr gelungenen Report.

Der Frühling in Berlin tritt in seine Hochphase ein.
Sich lautstark paarende Vögel, lustiger Pollenflug, wie Allergiker sich ihn in ihren schlimmsten Alpträumen ausmalen und Städter mit Flipflops unter den blassen Beinen bestimmen das Bild.
Auf dem ersten Mai treffen sich Polizei und “Party-Demonstranten” zu Haschen- und Wasserspielen und noch der kleinste Balkon ist groß genug zum Grillen und Bierchen trinken. Mit diesen Heimatimpressionen bestieg ich den Ferienflieger nach Fuerteventura, um dort für fünf Wochen im OTRO MODO Surfcamp zu arbeiten.

Der Weg vom Flughafen nach “Morrrro Chable” war mir schon von einem früheren Aufenthalt bekannt.
Jedoch wirkt die karge Landschaft auf mich beim Durchqueren noch immer fast surreal, verstärkt durch das Reiseführerwissen, dass hier vor ca. 500 Jahren die Kornkammer der Kanaren gewesen sein soll.
Als wir dann am Eingang nach Jandia am Sol Jandia Mar vorbeifuhren, war das sich aufbauende Strandpanaroma von Jandia eine echte Augenweide.
Schwenkte man den Blick während der Weiterfahrt dann nach rechts, sind es die im Hinterland aneinandergrenzenden Hotels weniger.
Umso gemütlicher Morro Jable, das noch ein natürlich gewachsener Ort ist.
Die Surfschule schließlich ist ein uriger und mit Liebe sowie handwerklichem Können gestalteter Laden in einer der Gässchen, die in der weiten Perspektive den Blick auf das Meer frei geben.
Die Surfschulautos stehen im gleichberechtigten Wettbewerb mit den Anwohnern um die Parkplätze, so dass es jeden Tag nach den Kursen spannend wurde, von wo die Bretter und Anzüge jetzt abgeladen werden sollten.
Meinem Praktikantenkollegen Fabian (der mit der Bratwurst im Mund, sorry Fabi, ich hatte leider kein vorteilhafteres Bild von dir) und mir war in der Surfschule unter anderem die Aufgabe zugeteilt, die Kurse zu planen.
Dabei gibt es schon einiges zu berücksichtigen, wie z.B. die tägliche Verschiebung der Gezeiten und den Könnensstand des einzelnen Surfschülers. Wer dann wann von wo abgeholt werden würde, war ebenfalls Gegenstand der täglichen Logistikaufgabe. Anbei haben wir unter anderem noch T-Shirts, Ketten, Gürtel und Bommelmützen verkauft, für jeden Fuerteventurabesucher ein unverzichtbares Accessoire!

Fabian & die Wurst

Fabian & die Wurst

Wir Bommelboys

Wir Bommelboys

Wenn man dann noch selber mit konnte, war es schon ein schönes Gefühl, alle beisammen zu haben und am Strand gemeinschaftlich die Bretter runter zu tragen.
Dabei wird einem klar: Es geht nicht nur darum, dass man mit einem Brett auf dem Meer rumrutscht, sondern es ist das Gesamterlebnis:
Erst das Eintauchen in die wilde Landschaft auf dem Weg zum Strand, dann das Erreichen des Ozeans, wo einem das Wellengeräusch entgegenbrandet, die gemeinsame Vorbereitung und schließlich der erste Kontakt mit dem Wasser.
Es ist, als würde man auf diesem Weg Stück für Stück den bisherigen Alltag hinter sich lassen.

Alles geht seinen Wellengang

Alles geht seinen Wellengang

Alltag Ahoi

Alltag Ahoi

Den Ozean habe ich als launisch erlebt: Mal war er gut gelaunt, mal war er aufbrausend, mal faul.
In jedem Fall waren alle froh, überhaupt im Wasser zu sein.
Wenn ich es schaffte, auch nur eine Welle zu stehen, dann war der Aufwand des Paddelns und manchmal Wasserschlucken’s J sofort gerechtfertigt! Den eigenen Inselalltag um viele bunte Facetten bereichern tun natürlich die Gäste. Die kommen aus allen Ecken Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Niederlande, und und und… Jeder hat so seine Masche und seinen Humor, langweilig wird’s in jedem Fall nicht.
An einem Tag zum Beispiel verbanden sich moderner Surftrend mit bayrischer Tradition von Gamshut, Lederhosen und Schuhplattler.

stramme Wadln

stramme Wadln

Schuhgeplattl

Schuhgeplattl

Schön war auch, dass es sich altersmäßig ziemlich durchmischt hatte.
Natürlich waren es im Durchschnitt schon die Leute meiner Generation, aber auch die Älteren und die ganz Jungen wollten unbedingt Surfen bei uns lernen.
Es war schon sehr lustig, den Faxenclown für die Kids am Strand zu machen, fern jeglicher Büroarbeit.
Dabei hat übrigens jeder Strand seinen ganz eigenen Flair.
Zum Beispiel gibt’s am Playa de Garcey neben den bizarren Felsformationen links und rechts ein Schiffswrack, dass bei Ebbe teilweise sichtbar wird.
In den Felsen leben kleine Atlashörnchen, die sehr zutraulich sind.
Auf dem einen Bild frisst mopst mir eines gerade ein Stück Brot aus den Hand.
Auf dem anderen Bild sieht man, wie es das in meinem Schatten verputzt.

A-Hörnchen

A-Hörnchen

A- Hörnchen & Ich

A- Hörnchen & Ich

Ein kleiner, aber zum Glück nur einmalig auftretender Wehrmutstropfen waren die kleinen schlabbrigen Quälgeister im Wasser, die meinten, mit uns “Du bist’s”-Anschlag spielen zu müssen.
Als Abschluss zu den Strandimpressionen kann ich hier mal eine kleine Rätselfrage stellen: Zeigt der Bergweg nach Cofete mit der weiten Landschaft im Hintergrund die Ost- oder Westküste?
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Cofete

Cofete

Abends kehrten wir, die Surflehrer, wie Praktikanten und unsere Gäste dann ins El Callao zu solider Livemusik ein.
Dabei zeigte sich einmal mehr, zu guter Stimmung braucht es keinen Edelschuppen, sondern eine gemütliche Hütte mit kühlem Bier, netten Leuten, also meistens unseren Gästen ;) und das Meer im Hintergrund.

El Callao

El Callao

Immer Freitags unter Sternenhimmel war auch die Holzkohle anzufeuern.
Zu totaler Zufriedenheit ist manchmal nur ein saftiges Steak und ein Tropical-Bier nötig.

Beach BBQ mit Fußpaar

Beach BBQ mit Fußpaar

Cool finde ich vom OTRO MODO Surfcamp, Beach Cleanings durchzuführen!
Mag einer sagen, Müll aufsammeln sei purer Aktionismus, der nur das Gewissen der Sammler beruhigt. Dem kann man schlagkräftige Argumente entgegenhalten.
Zuerst gibt es hier viele Tiere am Strand, die durch den Müll gefährdet sind, z.B. Seevögel und Schildkröten. Letztere sollen wieder verstärkt auf Fuerteventura angesiedelt werden. Dafür gibt es in Morro Jable auch Projekt, das die OTRO MODO SUFSCHOOL unterstützt. Zweitens geht es um den psychologischen Aspekt, Müll nicht als erledigt, sondern als Produkt zu sehen, für das der Mensch eine Verantwortung trägt.
Last but not least, ist es ein positives Signal der Besucher an die Einheimischen, dass sie nicht nur hier sind, um Wasser und Strom zu verbraten, sondern auch ihre Heimat bewahren möchten.
Ferner drängt sich bei vielleicht 20 Regentagen im Jahr und einer stetigen frischen Meeresbrise der Gedanke auf, dass Sonne und Wind neben Ziegenkäse und Strandfläche die größten Ressourcen hier sind.
Wenn ich den Windpark in Costa Calma passierte, um dort Gäste für den Surfunterricht abzuholen, fragte ich mich jedes Mal, warum die erneuerbaren Energien hier so wenig repräsentiert sind.
Spanien hat ein ähnliches Einspeise- und Vergütungssystem für Elektrizität aus Erneuerbaren Energien wie Deutschland, jedoch leiden die Kanaren an Finanzschwäche und Arbeitslosigkeit, so dass sich ein kleiner Privatmann kaum eine eigene Photovoltaikanlage leisten kann. Im direkten Gegensatz gibt es jetzt Bestrebungen, 60 km vor Lanzarote und Fuerteventura nach Öl zu bohren.
Sicherlich würde Öl kurzfristig Geld in die spanischen Kassen spülen, aber ob das langfristig zum Wohl ganz Spaniens wäre, wie die konservative Landesregierung behauptet, darf man bezweifeln. Sogar die Inselregierung ist dagegen, weil alle hier wissen, dass ein Öl-GAU, wie im Golf von Mexiko 2010, den Tourismus sofort und für lange Zeit lahm legen würde. In Deutschland gibt es ja zum Beispiel die Bürgerwindparks, wo große und kleine Investoren zusammenlegen und alle nachher am Gewinn beteiligt werden. Wenn der hiesige Stromversorger Red Eléctrica de España (REE) sein Projekt durchbekommt, eine große Freileitung über die Insel zu bauen und dadurch die nötige Kapazität für mehr Strom schafft, könnte das ja ein guter Anfang für solche Projekte sein.

Tja, da waren sie auch schon rum, die 5 Wochen.
Alle meine Erlebnisse würden hier auch den Rahmen sprengen.

Ich kann abschließend nur jedem empfehlen, die eigene Surfbegeisterung auf Fuerteventura zum Ausdruck zu bringen!! J

Der Kommentar zum Schluss vom Pottwal aus Jandia:

Das letzte Wort hat der Wal

Das letzte Wort hat der Wal

SUP - Stand Up Paddle Surfen in Frankfurt am Main

Donnerstag, 17. Mai 2012

Hallo Freunde,

nun ist es schon wieder eine Weile her, dass wir Euch hier an dieser Stelle mit Neuigkeiten aus der Welt des Surfens versorgt haben. Für diejenigen unter Euch, die schon unter Entzugserscheinungen auf Grund mangelnder Surfnews leiden, sei gesagt: Wir geloben Besserung.

Aus der internationalen Welt des Profisurfens gibt es einige Neuigkeiten. John John Florence gewinnt den Billabong Rio Pro. John John dominierte das Finale gegen Parkinson von Beginn an. Der Australier hatte an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt eine passende Antwort auf Florences Manöver in den knapp 1 Meter hohen Wellen am Stadtstrand von Rio de Janeiro. Herzlichen Glückwunsch John John!

Auch im OTRO MODO Surfcamp gibt es News. Auf der Facebook Fanpage unseres Partners Blue Tomato könnt Ihr eine Woche im OTRO MODO Surfcamp auf Fuerteventura gewinnen. Klickt einfach auf http://www.facebook.com/Bluetomato!

Doch nun wie schon in der Überschrift angekündigt ein paar Neuigkeiten zum Stand Up Paddle Surfen.
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Wahrscheinlich wissen viele von Euch bereits was Stand Up Paddle Surfen oder kurz SUP ist. Für alle die es noch nicht wissen. Das SUP‘en ist eine Wassersportart, bei der der Sportler aufrecht auf einem Surfbrett steht und mit einem Stechpaddel Vortrieb zur Fortbewegung erzeugt. Die Ursprünge des sportlichen SUP liegen weit zurück in der Geschichte der polynesischen Inselvölker. In der Moderne wurde es von den Beachboys auf Hawaii neu belebt.

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SUP ist Natur pur, SUP ist fantastisches Fitnesstraining (Kraft, Ausdauer, Koordination insbesondere Gleichgewichtsschulung), SUP ist ein hervorragender Familiensport, SUP ist ein faszinierender Wellenritt!
…und vor allem SUP geht überall wo Wasser ist. Es muss nicht immer der Atlantik sein, die Einsatzmöglichkeiten sind sehr flexibel und unabhängig von Wind und Wellen.

Markus Heinrich ist lizenzierter Personal Trainer, Sport Guru und Surf Junky. Neben dem Windsurfen und Wellenreiten widmet er sich seit geraumer Zeit dem Stand Up Paddle Surfen und hat sich mit dem Projekt http://www.sup-mainhattan.de/ eine Plattform geschaffen um seine Begeisterung für’s SUP mit anderen zu teilen.

“SUP ist eine rasant wachsende Sportart. Es ist für jedermann in seinen Grundzügen - unter fachlicher Anleitung - leicht zu erlernen.
Steht auf und nutzt die ungeahnten Möglichkeiten, die Euch das SUP zu bieten hat! Auf dass der Funke Flammen schlägt und die drei Buchstaben „SUP“ eine ebensolche Faszination auf Euch ausüben , wie auf mich. Wir sehen uns auf dem Wasser!”

Schaut doch mal vorbei bei http://www.sup-mainhattan.de/

Viele Grüße von Fuerteventura
Eure OTRO MODO’s

Die Kanaren – Ein Paradies für Wassersportarten

Freitag, 30. März 2012

Hallo Surfer und Urlaubsreife,

heute mal wieder ein kleiner Artikel über unser heiß geliebtes Archipel im Atlantik. Da wir Euch ja sonst meist mit Neuigkeiten von Fuerteventura versorgen, soll es heute zur Abwechslung mal um eine andere kanarische Insel gehen. Das die insgesamt sieben Kanarischen Inseln das ganze Jahr hervorragendes Klima bieten und daher auch Inseln des ewigen Frühlings genannt werden, dürfte mittlerweile keine große Neuigkeit mehr sein. Das man aufgrund der klimatischen Verhältnisse hier das ganze Jahr über Wassersportarten betreiben kann, haben viele von Euch schon mit uns zusammen ausprobiert.
Allerdings haben wir bei unseren letzten Artikeln immer ein wenig die anderen Inseln der Kanaren vernachlässigt. Also für alle unter Euch, die gerade zu einem lang gezogenen Gähnen ansetzten wollten, wird es nun vielleicht doch noch mal ein wenig interessant. (weiterlesen…)

Wellenreiten und Beachcleaning März 2012

Mittwoch, 28. März 2012

Hallo liebe Surfgemeinde…

Der kanarische eher- Sommer- als- Winter, Winter liegt hinter uns und mit ihm viele schöne Tage im und am Wasser.
Seit unserem letzten Blogeintrag im Oktober 2011 haben sich einige Dinge ereignet, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Als da sind und mir zunächst einfallen:

Karneval 2012, Beachcleaning am 25.03.2012, Demo gegen den Bau von Ölplattformen vor dem Küsten Fuerteventuras und Lanzarotes am 24.03.2012, Wellenreitfreuden des kanarischen „Winters“ (s.o), unsere erste Spendenübergabe an die Hilfsorganisation zur Auswilderung von Meeresschildkröten auf Fuerteventura, etc.

Beginnen möchte ich heute mit Euch, unseren Surfcamp Gästen des zurückliegenden Winters. (weiterlesen…)

Unterbringung in einem Ferienhaus auf Fuerteventura

Dienstag, 21. Februar 2012

…ist es in Deutschland immer noch so kalt? Hier mal ein kleiner Hinweis für Euren nächsten Urlaub auf der Insel wo man auch im Winter Sonnencreme braucht :)

Möchte man die schönsten Tage des Jahres nutzen, um in einem Paradies der Sonne neue Kraft zu tanken und die Natur von einer ihrer schönsten Seiten kennenzulernen, hat man mit einem Aufenthalt in einem Ferienhaus auf Fuerteventura genau die richtige Wahl getroffen. Wer noch auf der Suche nach der passenden Ferienunterkunft ist, findet auf dem Ferienhausportal Belvilla Abhilfe.

(weiterlesen…)

Funsporting das Online Mag für Extremsportarten

Freitag, 17. Februar 2012

Hallo Surfer,

heute mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von der Sonneninsel, die weit weit entfernt im Atlantik liegt. Ich glaube Ihr könnt Euch erinnern. Nur soviel die Sonne scheint, man brauch hier immer noch keine Wintersachen, die Wellen sind kein bisschen schlechter geworden und wir haben viele nette Menschen die mit uns die schönste Nebensache der Welt teilen… Wellenreiten! Doch dazu später mehr…
Heute wollen wir Euch mal wieder eine interessante Seite im Internet vorstellen: www.funsporting.de ein Magazin für alle Extremsportinteressierten und Brettfanatiker! Funsporting beliefert nicht nur Euch mit täglichen News aus der Welt der Adrenalinjunkies, Funsporting liefert auch Inhalte und interessante Reportagen aus der Welt des Extremsports an führende deutsche Nachrichtenportale.
Also schaut mal vorbei bei Deutschlands Online Action Sports Magazine, denn Funsporting führt auch ein Verzeichnis ausgewählter Surfcamps in Europa, natürlich sind wir hier auf Fuerteventura auch mit dabei :)

Viele Grüße aus der Sonne
Euer OTRO MODO Surfcamp Team

Surfcamp News von Fuerteventura

Mittwoch, 04. Januar 2012

Hallo Freunde, mal wieder ein paar News von der trockenen Insel mit den schönen Wellen.
Wie schnell ist das letzte Jahr vorbei gewesen? Hätte ich keinen Kalender der es besser weiß, würde ich sagen 2011 war das kürzeste Jahr seit Beginn der Zeitrechnung. Aber eigentlich dachte ich das schon von 2010. Naja, zumindest ist hier auf Fuerteventura der Sommer die längste Jahreszeit - kleines Trostpflaster im kürzesten Jahr.

Nach den ganzen Jahresrückblicken, im Fernsehen und in der Zeitung - werden auch wir in Kürze hier auf diesem Blog in der Vergangenheit schwelgen. …bis dahin möchte ich an dieser Stelle mal einen kleinen Jahresausblick auf das Jahr 2012 geben: (weiterlesen…)

OTRO MODO Surfschool, Kampagne und Gewinnspiel KUNST STOFF 01.11-31.12.2011

Freitag, 21. Oktober 2011

Hallo Ihr Lieben,

während der letzten Beach Cleanings an der Westküste von Fuerteventura ist uns die Idee gekommen den gesammelten Plastikabfall einmal nicht einfach nur zu entsorgen.

Wir nehmen den Begriff “Kunststoff” wörtlich.
Aus angeschwemmtem Plastikmüll- Kunststoff- soll nämlich wieder etwas entstehen: KUNST

Dabei sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.
“Nutzt alle Dinge, die das Meer anschwemmt und lasst Euch inspirieren”:

Deckenlampen aus Plastikdosen, verrückte Collagen aus Kleinstplastik, Skulpturen aus Altreifen,
Joghurtbecherpyramiden, Bilder aus Tauen und Netzen, Fotos zum Thema Wiederverwertung, etc

“Das Gewinnspiel soll in erster Linie Spaß machen, aber auch an unsere Wegwerfmentalität appelieren”.

Wir vom OTRO MODO Surfcamp freuen uns auf Eure Ideen und hoffen auf viele schöne Exponate.

Alle Einsendungen und Beiträge werden den gesamten Januar 2012 im Atelier ”SALTY FEATHERS” in La Pared auf der Avenida del Istmo für 4 Wochen ausgestellt.

Die/der Gewinner/in wird schriftlich benachrichtigt.

Für alle diejenigen, die Ihren Müll auch weiterhin ganz unverarbeitet loswerden möchten:

Im Büro der OTRO MODO Surfschool kann jeder seinen vom Strand mitgebrachten Müll fachgerecht entsorgen.

Und nun: Lasst Euren Ideen freien Lauf! - Be ‘Inspired by the ocean’

Weitere Informationen findet Ihr unter:

https://www.facebook.com/#!/fuerteventura.surfcamp

Beachcleaning und Wellenreiten Juli 2011

Dienstag, 09. August 2011

Hallo Ihr Lieben,

wie jeden Monat gibt es auch an dieser Stelle wieder ein paar Neuigkeiten rund um unser Leben und Schaffen auf der Insel.
Nachdem ich den Juni bereits in den Himmel gelobt , Ereignisse, Festlichkeiten und Wellen verehrt und dem Wettergott ein Ständchen gebracht habe, bleibe ich dabei und singe 3 Halleluja auf den siebten Monat des Jahres. (weiterlesen…)

Weisswasser, Wellenreiten und Wunderkinder- Kapitel 3

Montag, 30. Mai 2011

…guten Morgen liebe Leserinnen und Leser- Nicht, dass ich denke meine Blog wird so sehnsüchtig erwartet, wie die Tageszeitung oder der Briefträger zu Weihnachten, aber ich halte mich an die mir selbst auferlegten 14 Tage- Abstände und lege auch sogleich los.
Viel Spaß und bis zum 13.06.2011!

Was mich und die verbleibende Zeit auf Schloss Geraffel betrifft:
Ich sollte langsam Spanisch lernen, Kartons packen, also die, die demnächst von mir gehen verabschieden und mich um die wirklich wichtigen Dinge kümmern..
Stattdessen habe ich die letzten Wochen damit verbracht, mir ziemlich viel unnutzes Wissen an zu eignen.
Ich muss dazu sagen, dass ich neben meiner spanischen Pflichtlektüre immer auch noch ein paar trivialere Werke mit mir herumschleppe, Genre: Kriminalliteratur.
Mein auf diese Weise angeeignetes Wissen kann man dabei mittlerweile als durchaus fundiert bezeichnen- ich lese ja seit Wochen nichts anderes.
Wer weiß, vielleicht benötige ich ja tatsächlich mal Kenntnisse aus den Bereichen der forensischen Anthropologie ?!
Klassischer Fall von Gehirnzellenfremdbelegung, bzw. Verdrängung notwendiger Tatsachen und in etwa so sinnvoll, wie es sinnvoll ist, sich jedes Regal im Supermarkt zu merken, nur um anderntags einen ausgeklügelten Einkaufszettel nach Parcours erstellen zu können.
Denn- sehr wahrscheinlich ist doch, dass mich niemals jemand danach fragen wird, wie genau man anhand von Knochen bestimmt, was Lieschen Müller zum Abendessen hatte, bevor sie von Monika Mustermann mit einem Turnschuh erschlagen wurde oder mich belobigen, weil ich 3 Minuten Einkaufszeit einsparen konnte, nur weil ich den Weg vom Klopapier über die Waschmittelabteilung bis hin zur Tiefkühlkost in Rekordzeit zurückgelegt habe.
„Herzlichen Glückwunsch Frau Westphal, Sie sind mit einer Zeit von nur 2 Minuten 37 soeben monats- und marktschnellste in den Etappen Haushaltswaren, Gefrierbereich und Frischebäckerei geworden.“ Meine Freude hielte sich in Grenzen.
Was meinen derzeitigen Expertenstatus in den bereits erwähnten kriminologischen Bereichen betrifft, so ist die Überflüssigkeit der Sache an sich hier eigentlich fast schade. Was ich ebenfalls weiß und nicht nur erahne ist, dass es weitaus intelligenter wäre, endlich zu wissen und nicht nur zu erahnen was Auto, Wasserhahn, KFZ Zulassungsstelle, Haus, Maus und „Ich habe Durst“ auf Spanisch heißt.

Seit Wochen umgehe ich das Thema notwendige Bildung. Vielleicht will ich auch einfach nicht wahr haben, welch weiter Weg noch vor mir liegt, oder ich bin kein Theoretiker. Ich tue derzeit also so ziemlich alles, was ich nicht tun muss und trage fleißig ein vom Krimi überstapeltes Spanischbuch durch die Zeitgeschichte. Keine Ahnung, wie lange ich diesen Grundwortschatz nun schon in der Tasche habe. „Hände hoch, ich habe einen Grundwortschatz“.
Dieses verdammte Buch wiegt eine Tonne und ich kenne nicht einmal die Hälfte seiner schwerwiegenden Wörter.
Was mir ebenfalls in gehäufter Weise unterkommt, ist die derzeitige Medienthematik, Schwerpunkt TV. Seitdem ich beschlossen habe das Land zu verlassen, sehe ich beim Einschalten- egal um welche Uhrzeit- Berichte über schlecht präparierte, fernwehgeplagte Deutsche, die ihrem Ach- so- schrecklichen- Land den Rücken kehren wollen, müssen, möchten.
Kurz- sehr kurz ärgere ich mich, dass ich mich mit der ganzen Aktion nicht ebenfalls ans Fernsehen verkauft habe. Denn sehr wahrscheinlich wäre damit eine finanzielle Rückendeckung für mein Vorhaben einher gegangen- denke ich.
So bleiben mir nur die Erlöse aus meinen Kistenverkäufen und die Kaution meines EX Vermieters. Betrachte ich das ganze allerdings von der anderen Seite, bleiben mir meine Freiheit, meine Unbekanntheit, meine Ruhe und damit auch Fuerteventura einiges erspart.
Dennoch: Ich verfolge diese TV Serien- zugegebener Maßen- mit einem gewissen sensationsgeilen Interesse. Denn:
Jede Sendung zeigt in Präzision das Dilemma, mit der sich Singles, Paare, ja ganze Großfamilien nach Kanada oder zu einem einsamen Bergvolk in den Himalaja begeben. Letzteres ist dann die längste Zeit einsam gewesen und freut sich sicher riesig über die Zuwanderung der Familie Paschulke aus Wuppertal.
Überdies denkt- nennen wir sie der Einfachheit halber weiterhin Familie Paschulke- mit ein bisschen Schulenglisch schafft man es überall auf der Welt, hält den Yeti für einen modischen Umhang und ist sowieso gerade abgebrannt.
Es gibt also keinen besseren Zeitpunkt als jetzt und mit Allemann und Wellensittich wo ganz woanders hinzugehen. Auf der Suche nach dem gelobten Land. Halleluja.

Der Pferdefuß daran jedoch ist- wie soft im Leben gibt es auch hier wieder einen- man nimmt sich selbst immer mit auf die Reise, die egal wohin sie geht, nie weit genug weg sein kann. Man geht mitsamt seinem Köfferchen voller schlechter Witze und täglicher Probleme. Und seine verkorksten Eigenschaften und die restliche Familie, die hat man dann auch noch dabei.

ABER, eine positive Nachricht gibt es: Diese Koffer werden weder jemals beim Check In noch am Gepäckband verloren gehen. Was mich angeht: Leider trifft mindestens eins der oben aufgeführten Stichworte auch auf mich zu und ich habe deswegen auch ein kleines schlechtes Gewissen. Mit Nachdruck möchte ich jedoch eins versichern- mir und allen anderen: Nichts ist schrecklich in meinem Leben, vieles war schrecklich.. manchmal.. für kurze Zeit.. Aber: alles Negative hat auch immer etwas Gutes hinterlassen..
Ich gehe in Frieden und ich weiß, dass ich mich mitnehme. Allerdings mag ich mich, darum sehe ich das als Vorteil.
Das einzig wirklich Schreckliche ist das Nichtvorhandensein eines Ozeans in meiner Nähe. Keine Brandung, keine Wellen, keine Möglichkeit auf ihnen zu reiten, keine salzige Luft, kein Sand zwischen den Zehen.
Derzeit bin ich umgeben von grauen Mauern, grauen Gesichtern und grauen Wolken und fühle mich wie unter einer Käseglocke, eingeschlossen zwischen schlechter Luft, zu viel Lärm und zu wenig Freiheit. Ich fühle mich als säße ich auf einer Windhose aus Dreck, die langsam in sich zusammensackt.

Ich verlasse die Wohnung, arbeite fleißige 8!!!!!! Stunden- sitzend !!- und als ob das nicht schon schlimm genug wäre gammle ich dann noch mal 2 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln herum. Sitzen P.L.U.S-
nicht gut für den Hintern und noch schlechter für die Stimmung. Das Ganze mal Dreck, minus Sonne, hoch Berlin, ist momentan zu viel des Guten.
Und so finde ich mich in die gleiche Tristesse gehüllt- irgendwann „Zuhause“, oder sagen wir am Ausgangspunkt wieder.
Manchmal variiere ich den Weg, oder schiebe ein highlighthaftes „After- Work- Shopping“ dazwischen, um am Abend abwechselnd Frau Unterhuber von der Schnellbrottheke oder den Metzger des Monats aus der Mitarbeiter des Monats Liste meines bevorzugten Supermarktes zu sehen.
Ansonsten ist mein Leben eine Konstante und ich eine Batterie dieser Stadt. Ich fühle mich wie eine Ressource, die sich in der Nacht auflädt, um am Tag wieder zu funktionieren.
Es gibt einen Hollywoodfilm, der diese Endzeitstimmung ganz gut wiedergibt.
Nur dass mich wahrscheinlich niemand mit einem langen Ledermantel und Zeitlupensprungtechnik aus diesem Dilemma befreien wird.
Im Übrigen kann ich die Farbe „grau“ gerade nicht besser beschreiben.
Ich möchte ab jetzt ein bisschen mehr Zeit auf diesem Planeten nutzen.
Am besten auf einem Surfboard und an einem schönen Ort.
Denn mal von meinem persönlichen Glauben an mich und meine 1000 Vor- und Nachleben abgesehen- ja ich weiß, klingt esoterisch- habe ich im Umkehrschluss aus dieser Müslimeinung nur das eine Leben. Also mit dieser Frisur und dieser Schuhgröße. Und dieses eine Leben, möchte ich nicht als farbloser Steinklotz verbringen. Denn wer weiß, vielleicht bin ich ja eines Tages ohne Zutun einer von ihnen- und man verbaut mich in eine Hauswand am Straßenrand irgendeiner Großstadt. Mein persönlicher Supergau: Berlin- Marzahn, Plattenbau, Erdgeschoss. - Entschuldigt Marzahner, ihr habt auch echt schöne Ecken !- Und dann ? Steh ich da. Eine lange solide Zeit und werde einfach nicht wieder geboren. Gar nicht gut.
Nein, ich möchte surfen, weniger sitzen und jeden Tag mit dem hellen Licht der Sonne beginnen . Ein bisschen bunt sein möchte ich und ich wäre hocherfreut, wenn das Surfen für mich so alltäglich sein könnte, wie für andere Menschen der Kaffee am Morgen. Ich möchte Finnenschlüssel statt Kellerschlüssel an meinen Schlüsselbund tragen, den Strandsand auf meinem Fußboden zusammen fegen müssen, die Brandung in den Ohren hören und die Wolken in den Augen sehen. Lagerfeuer, statt Schwarzlicht, Meer statt Einkaufszentrum, Sterne statt Wolken, Blond statt Braun. Ich habe eine verdammte Großstadtüberdosis, die ich schnellstens therapieren muss.
Außerdem habe ich gerade niemanden, den ich mit meiner Anwesenheit nerven kann und das bereits erwähnte ÜBERICH bleibt auch nach dieser Megaeinleitung weiterhin verschwunden.
JETZT ist genau der richtige Zeitpunkt alles das zu tun, diesem Traum nachzugehen. In einem Land, dessen Duden mein täglicher Begleiter geworden ist, mit Menschen, die meine Leidenschaft teilen, auf einer Insel auf der es noch einen Sternenhimmel gibt…to be continuedpicture2


OTRO MODO Surfcamp