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Archiv für die Kategorie ‘Surfcamp auf Fuerteventura’

BILLABONG PIPE MASTERS 2013 - Die Entscheidung um den ASP Weltmeistertitel

Freitag, 06. Dezember 2013

Aloha,

die ASP World Championship Tour 2013 nähert sich dem Ende.
Die Billabong Pipe Masters, in Gedenken an die Surflegende Andy Irons, sind zugleich das letztes Event in diesem Jahr. Vom 8 bis 20 Dezember kommt es in der legendären Pipeline zum Showdown zwischen Mick Fanning (AUS), 32, und Kelly Slater (USA),41, um den begehrten ASP Weltmeistertitel. Zusätzlich wird bei den Billabong Pipe Masters um die letzten Qualifikationsplätze für die ASP World Championship Tour 2014 gekämpft.
Im Vorfeld der diesjährigen Billabong Pipe Masters besitzt Mick Fanning einen eindrucksvollen Vorsprung und hat somit die besten Chancen auf den Weltmeistertitel. Im Gegensatz zu Kelly Slater, der nur durch einen Sieg in Hawaii, an Fanning vorbeiziehen könnte, um sich zum 12 mal die Krone des ASP Weltmeisters aufzusetzen. Sollte Slater gewinnen, müsste Fanning mindestens Platz 3 belegen um sich seinen dritten Titel zu sichern.

Während der diesjährige Kampf um den Weltmeistertitel lediglich zwischen zwei Anwärtern ausgetragen wird, geht es für einige Surfer bei den Billabong Pipe Masters primär um einen Startplatz für die kommende Saison. Es gibt derzeit fünf Surfer die sich mit einer guten Performance in der legendären Pipeline von Oahu, Hoffnungen auf den Sprung in die Top 34 machen können. Neben Miguel Pupo (BRA), 22, Dusty Payne (HAW), 24, und Yadin Nicol (AUS), 27, kämpfen auch die beiden Amerikaner Patrick Gudauskas (USA), 28, und Damien Hobgood (USA), 34, um die Teilnahme bei der ASP World Tour 2014. Diese fünf Surfer können sich entweder über die ASP World Championship Tour (WCT) oder das ASP World Ranking qualifizieren, wobei die benötigten Resultate von den Leistungen der Surfer in den Top 22 der ASP WCT und den Top 10 im World Ranking abhängig sind.

Miguel Pupo, derzeit auf Platz 24 der ASP WCT, kann seine Hoffnungen auf die kommende Saison mit (mindestens) Patz 13 am Leben erhalten.
Patrick Gudauskas (Platz 27 im ASP World Ranking), muss mindestens bis ins Viertelfinale surfen, um unter den ASP Top 22 zu bleiben, während er sich mit einem Platz 9 über die Weltrangliste qualifizieren könnte.

Damian Hobgood, der knapp dahinter auf Platz 28 steht, müsste für einen Platz unter den Top 22, mindestens Fünfter werden, könnte sich mit Platz 9 aber auch über die Weltrangliste qualifizieren.

Lokalmatador Dusty Payne (Platz 34), der von einer mit Verletzungen geprägten Saison geplagt wurde, müsste die Pipe Masters gewinnen um sich für die WCT zu qualifizieren. Wie für Gudauskas und Hobgood, würde Payne auch Platz 9 reichen um die Qualifikation über das World Tour Ranking zu schaffen.

Yadin Nicol, der von Platz 32 in die Pipe Masters startet, muss es mindestens bis ins Finale schaffen um auf der ASP Tour zu bleiben.
Die Billabong Pipe Masters 2013 gibt es Live im Webcast unter: vanstriplecrownofsurfing.com

BILLABONG PIPE MASTERS Runde 1 MATCH-UPS:

Heat 1: Patrick Gudauskas (USA) vs. Ezekiel Lau (HAW)
Heat 2: Damien Hobgood (USA) vs. Joel Centeio (HAW)
Heat 3: Alejo Muniz (BRA) vs. Marcus Hickman (HAW)
Heat 4: Kieren Perrow (AUS) vs. Kaimana Jaquias (HAW)
Heat 5: Yadin Nicol (AUS) vs. Kahea Hart (HAW)
Heat 6: Raoni Monteiro (BRA) vs. Bruce Irons (HAW)
Heat 7: Dusty Payne (HAW) vs. Reef McIntosh (HAW)
Heat 8: Jadson Andre (BRA) vs. Olamana Eleogram (HAW)
Heat 9: Mitch Crews (AUS) vs. Shane Dorian (HAW)
Heat 10: Granger Larsen (HAW) vs. Kalani Chapman (HAW)
Heat 11: Tanner Gudauskas (USA) vs. Ricardo dos Santos (BRA)
Heat 12: Dane Reynolds (USA) vs. Ryan Callinan (AUS)

BILLABONG PIPE MASTERS Runde 2 MATCH-UPS:

Heat 1: Filipe Toledo (BRA) vs. TBD
Heat 2: Gabriel Medina (BRA) vs. TBD
Heat 3: Sebastian Zietz (HAW) vs. TBD
Heat 4: Jeremy Flores (FRA) vs. TBD
Heat 5: Fredrick Patacchia (HAW) vs. TBD
Heat 6: Matt Wilkinson (AUS) vs. TBD
Heat 7: Bede Durbidge (AUS) vs. TBD
Heat 8: Brett Simpson (USA) vs. TBD
Heat 9: Travis Logie (ZAF) vs. TBD
Heat 10: Miguel Pupo (BRA) vs. TBD
Heat 11: Adam Melling (AUS) vs. TBD
Heat 12: Kolohe Andino (USA) vs. TBD

BILLABONG PIPE MASTERS Runde 3 MATCH-UPS:

Heat 1: Taj Burrow (AUS) vs. TBD
Heat 2: C.J. Hobgood (USA) vs. TBD
Heat 3: Julian Wilson (AUS) vs. TBD
Heat 4: Nat Young (USA) vs. TBD
Heat 5: John John Florence (HAW) vs. TBD
Heat 6: Mick Fanning (AUS) vs. TBD
Heat 7: Josh Kerr (AUS) vs. TBD
Heat 8: Adriano de Souza (BRA) vs. TBD
Heat 9: Kelly Slater (USA) vs. TBD
Heat 10: Kai Otton (AUS) vs. TBD
Heat 11: Michel Bourez (PYF) vs. TBD
Heat 12: Joel Parkinson (AUS) vs. TBD

Geburtstagskind Courtney Conlogue gewinnt SWATCH GIRLS PRO FRANCE 2013!

Montag, 26. August 2013

Hallo Ihr Lieben,

und hier kommen die Girls :)

Courtney Conlogue hat am vergangenen Sonntag zum zweiten Mal in Folge den Swatch Girls Pro France in Seignosse gewonnen.

Die 21-Jährige back-to-back Gewinnerin war in bestechender Form und verwies Johanna Defay (FRA) mit dem zweithöchsten Score des Events (9.60) auf Platz 2.

“Es fühlt sich einfach toll an, Swatch macht immer einen guten Job und sorgt dafür dass sich die Athleten wirklich wie zu Hause fühlen”, so Conlogue. In mushigen 4-6 Fuss hohen Wellen kämpfte sich Conlogue dank ihrer makellosen Technik und Fitness bis ins Finale durch und bescherte sich mit dem Sieg das wohl schönste Geburtstagsgeschenk: “Ich fühlte mich die ganze Woche super und freue mich an meinem Geburtstag natürlich umso mehr über meinen Sieg.”

Weitere Informationen unter www.aspeurope.com & www.swatchgirlspro.com.

SWATCH GIRLS PRO FRANCE ENDERGEBNISSE:

1- Courtney Conlogue (USA) 18.47
2 - Johanne Defay (FRA) 14.00

SWATCH GIRLS PRO FRANCE JUNIOR ENDERGEBNISSE:
1 - Johanne Defay (FRA) 17.50
2 - Nikki Van Dijk (AUS) 13.24

SWATCH GIRLS PRO FRANCE HALBFINALERGEBNISSE:
Heat 1: Courtney Conlogue (USA) 15.33 def. Malia Manuel (HAW) 13.84
Heat 2: Johanne Defay (FRA) 10.67 def. Keely Andrew (AUS) 7.56

SWATCH GIRLS PRO FRANCE JUNIOR HALBFINALERGEBNISSE:
Heat 1: Nikki Van Dijk (AUS) 11.34 def. Bronte Macaulay (AUS) 3.84
Heat 2: Johanne Defay (FRA) 13.83 def. Georgia Fisch (AUS) 9.00

Aloha und Glückwunsch, Mädels :)

Windige Tage im Surfcamp auf Fuerteventura

Mittwoch, 12. Juni 2013

Freunde der Sonne,
die Tage und Wochen verstreichen im Land des endlosen Sommer wie Sekunden. Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen Euch von diesen „Sekunden“ des Lebens auf einer kleinen, wunderschönen Insel zu berichten.

Heute möchte ich Euch etwas Wetterkunde näher bringen und euch den großen Vorteil des OTRO MODO Surfcamps, das sich im Süden der Insel befindet, erklären. 
Manch einer möge ja behaupten, dass es in den vergangenen Wochen Wellen-technisch recht mager gewesen sei… Als Fischkopf und gebürtiger Bremer könnte ich Euch jetzt viel über die raue Nord-, und Ostsee erzählen. Nur so viel; Während meines Studiums in Kiel an der Ostsee gab es für uns NUR Windswell-Wellen zu surfen! (weiterlesen…)

Unser Surfcamp Sommer Team

Dienstag, 21. Mai 2013

Hallo,
heute möchten wir Euch an dieser Stelle mal unser neues Sommerteam 2013 vorstellen, das definitiv so gut wie ein “Schweizer Uhrwerk” funktioniert! 
Es ist jung, dynamisch, bunt aber vor allem hoch motiviert und hungrig! 
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Kurze Tage im April im Surfcamp auf Fuerteventura

Freitag, 26. April 2013

Gutenabendallerseits… Nun ist schon wieder ein Monat vergangen seit wir Euch das letzte Mal mit Neuigkeiten aus der Wüstenwelt im Atlantik versorgt haben.
Was soll ich sagen? Ihr habt nichts verpasst? Ja an einem Ort wie diesem, wo man das ganze Jahr eigentlich immer die selbe kurze Hose tragen kann, vergehen die Tage oft sehr schnell. In der Rückschau betrachtet, ist der letzte Monat nur wieder ein weiterer sonniger Moment, der an uns vorbei gezogen ist. So spricht der Insulaner…
Muss es nicht Robinson Crusoe auf seiner einsamen Insel ähnlich gegangen sein? Gefangen im Paradies schnitzt man jeden Tag ein Kerbe in einen Baum. Der Außenstehende vermutet völlig zu Recht, Robinson tut dies, um die Tage zu zählen, seit denen er auf seine Rettung wartet.
Ich als Inselbewohner habe eine andere Theorie: Wenn man ausgeglichen und glücklich ist, verstreicht die Zeit mit Leichtigkeit dahin und um sich wenigstens einen kleinen Überblick zu verschaffen, ob in der Heimat gerade Sommer oder Winter ist, schnitzt man (natürlich mit einem zufriedenen Lächeln) jeden Tag eine weitere Kerbe vorsichtig in seinen Lieblingsbaum.
Ihr glaubt mir nicht? Nun ja, Robinson selbst beweist diese These. Wie der aufmerksame Leser weiß, kehrt Robinson nach geglückter Rettung am Ende doch wieder auf seine Insel zurück. Ist dem noch etwas hinzu zu fügen? Wir denken: Nein :)

Fazit aus der Geschichte: Hat man immer gutes Wetter und keine Sorgen vergeht die Zeit im Fluge. Nicht umsonst legen viele Leute im Urlaub Uhr und Mobiltelefon ab, um dieses Gefühl zu beschleunigen.
Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist es die eingangs erwähnte Beobachtung, dass der letzte Monat wieder wie im Flug vergangen ist, etwas grundsätzlich positives. So zeigt sich doch, dass man zum Leben nicht viel mehr als Sommer, Sonne, Strand und ein paar gute Wellen braucht. Gelobt sei was frei macht!

Robinson beim Blick auf ein einsames Line Up

Robinson beim Blick auf ein einsames Line Up

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Ostereiersuche im Surfcamp

Montag, 01. April 2013

Endless Winter? Nicht mit uns! Was ist da los in Deutschland? Ich erinnere mich an Ostern in kurzen Hosen… Aber nicht an Ostern in Snowboardhosen.

Wie macht so ein Osterhase das? Lässt er sich ein Winterfell wachsen? Vielleicht versteckt er in Zukunft die Ostereier im Herbst, damit man sie dann leichter findet, wenn Mitte April der Schnee schmilzt. In Zeiten des Klimawandels brechen auch für Osterhasen schwierige Zeiten an. Vielleicht tragen sich auch einige Osterhasen schon mit dem Gedanken ins südliche Europa auszuwandern. Verdenken könnte es ihnen keiner.

Hier auf Fuerteventura haben wir das Osterfest in gewohnt sommerlichen Temperaturen verbracht. Ohne Euch zu sehr neidisch machen zu wollen, kann ich kurz sagen, dass auf Fuerteventura Ostern nicht nur in kurzen Hosen sondern auch in Flip Flops gefeiert wird. Das sind auch für Osterhasen wesentlich komfortablere Arbeitsbedingungen.

Entgegen aller Osterbräuche mussten wir wenig suchen, denn es gab große Wellen an der Westküste (…für dicke Eier = Entschuldigung das Wortspiel musste einfach sein…) und kleine saubere Wellen an der Ostküste, ein Osterfeuer unterm Sternenhimmel und natürlich viele nette Gäste und entspannte Stimmung.

Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei unserem Team: Jasper, Pascal, Kathi, Sonny, Tine, Mike, Ilonka, Mikael und Alex die wirklich einen super Job machen und von denen ich sagen kann, dass das es wirklich richtig Spaß macht mit ihnen zusammen zu arbeiten. Obwohl einige von den Jungs und Mädels nun das Meeresrauschen wieder gegen Schneematsch eintauschen hoffen wir, das wir sie bald wieder hier auf Fuerteventura im Team haben werden. (weiterlesen…)

JAHRESRÜCKBLICK 2012

Montag, 24. Dezember 2012

Guten Morgen Ihr Lieben,

bevor es nun endlich an die Gans oder den Braten geht, möchten wir Euch auf diesem Wege ein FROHES WEIHNACHTSFEST und ein gesundes, wellenreiches und glückliches 2013 wünschen.

Ich mache mir Gedanken, wie es im kommenden Jahr mit den USA weitergehen wird, wo man dort doch konsequent die Zahl “13″ zu vermeiden weiss.
Schreiben wir dort das Jahr 2012 B ?

Bei uns geht es in jedem Fall fröhlich weiter und wir wagen die Prognose, dass 2013 nur ein ganz besonderes Jahr werden kann.
Für uns persönlich, für die Wellen im allgemeinen, für unsere Gäste im besonderen.

Da die Menschheit am 21.12.2012 entgegen aller Mutmaßungen nun doch nicht für immer verloren ist (toitoitoiklopfaufeinenholzstringer), wollen wir diesen Umstand einmal mehr mit Euch feiern.

Denn, was gibt es rückblickender wichtigeres, als eine gesunde Familie, beständige Freundschaften, die Sonne, die vom Himmel lacht, die Wellen, die am Horizont tanzen und uns im Tangoschritt wieder an den Strand zurückbringen ?

Nach so einem “Weltuntergang”, macht man sich so seine Gedanken.
Womit haben wir verdient noch da zu sein und das unter so wunderbaren Umständen ?

Nach diesem Fingerzeig der Geschichte, den wir erleben durften- das Ende einer Ära im Mayakalender- wollen wir dankbar sein und uns auf alles freuen, was da noch kommt.

Das Ende des Winters, den es für uns eigentlich gar nicht gibt- dennoch im Gedenken an die vielen Stiefelträgerinnen und Stiefelträger, die weiter nördlich leben.
Den kommenden Sommer und die Sprossen, die herrlichen Wattewölkchen am Himmel und die immerfort rollenden Wellen.

Das alles möchten wir auch im nächsten Jahr wieder besonders achten und schützen.
Wir werden unsere Beachcleanings unermüdlich fortführen, den Müll auch weiterhin trennen und uns und Euch jeden Tag aufs Neue unvergessliche Surftage bescheren.

Vielen Dank an alle Gäste, die 2012 und in den Jahren zuvor bei uns gewesen sind.
Uns gibt es nun 5 Jahre.
Wir haben uns Dank Eurer Hilfe verbessert, weiterentwickelt und viel Spaß gehabt!
Jede/r Einzelne, die/der bei uns gewesen ist, hat dazu beigetragen, dass wir das sind, was wir heute sind- eine kleine Surfschule, deren Mitarbeiter niemals die Freude an dem verloren haben, was sie tun.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr mit allen alten Freunden, denen die im Laufe der letzten Jahre dazu gekommen sind, mit Euch und unserem motivierten und treuen Team!

Danke auch an alle Partner und Helfer, denen die mit ihren Feedbacks, ihren Kritiken und ihrem Lob ehrlich gesagt haben, was wir verbessern können und den vielen Beiträgen auf unserer Facebookseite, in diesem Forum und unserem Posteingang :)

MERRY XMAS

FROHE WEIHNACHTEN und ein gesundes, glückliches 2013 wünschen Euch

Kathi, Jasper, Sonny, Vassilis, Peter, Tom, Pascal, Christian, Tine & Christof und Luh unsere Strandhundedame

Und hier kommt ein klitzekleiner Jahresrückblick und ein paar schöne Bilder von uns und von Euch!

JAHR 2012

Surfcamp News - Der September auf Fuerteventura

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Von Surfnovize Bruder Georgius aus dem Orden der OTROMODOianer

Verließ ich im Frühling mit Beginn der schönen Jahreszeit Berlin in Richtung Fuerteventura, so kehre ich jetzt nach meinem zweiten Arbeitsaufenthalt mit Beginn des “kuschligen” Herbstes wieder. (fängt fast genauso an wir der Name der Rose :)) Draußen vor meinem Fenster ist das fünfhundert Meter entfernte Nachbarhochhaus gerade in einer Apokalypseartigen Regenfront verschwunden. Schon komisch, dieser Kontrast zu vor ein paar Tagen.

Jedem Besucher fällt sofort die karge Landschaft auf und es folgt automatisch die Frage: “Regnet es hier nie?”
Da die Anzahl der Regentage übers Jahr verteilt einstellig ist, kann die Antwort getrost lauten: “Nein, so gut wie nie.” Ok, mal abgesehen von teurem Trinkwasser und eintönigem Landschaftsdesign hat das auch Vorteile. Man kann z.B. in der Bar immer draußen sitzen und die Wäsche ist innerhalb von Stunden trocken. Doch diesmal bestätigte die absolute Ausnahme die Regel: Im El Callao dachten wir erst, jemand würde sein Wischwasser vom Balkon feudeln und blickten ungläubig nach oben. In der gleichen Nacht vergaß ich dann auch meine Wäsche von der Terasse herein zu nehmen, die nach deutscher Manier am nächsten Morgen noch schön feucht war. Den ganzen folgenden Tag über konnte man in Morro Jable ein bizarres Naturschauspiel betrachten, bei dem über dem südlichen Meer die Sonne strahlte, wobei gleichzeitig in den nördlichen Bergen eine graue Wolkenwand stockte und die Surfschule selber in einem sepiafarbenden Zwielicht hing. Womit ich und wahrscheinlich noch einige andere Fuerteventuraraner an diesem Tag Bekanntschaft machten, war das Phänomen “Aquaplaning”, das mich hinter dem Kreisverkehr in Costa Calma noch 10 cm näher an die Ausfahrt rutschen ließ. Am nächsten Tag schien dann zur Abwechslung wieder mal die Sonne. (weiterlesen…)

Wir glauben an den Weihnachtsmann!

Donnerstag, 20. September 2012

Hallo OTRO MODO’s,

seit unserem letztem Blog Bericht sind wir und Fuerteventura wieder zwei Wochen älter geworden und viele Wellen haben die Strände der Insel verschönert. Was haben wir in den letzten beiden Wochen gelernt? Nun ja, eben das was man in zwei Wochen auf einer Insel mit Sommer und Wellen lernen kann. Wir haben unsere Kenntnisse darin vertieft das Leben zu genießen, wir sind noch sicherer darin geworden in den Tag hinein zu leben und auf den Takt von Wellen und Gezeiten zu hören.

Sind das nicht Eigenschaften, die in jedes Motivationsschreiben für eine Bewerbung gehören? Das kommt wahrscheinlich auf den Blickwinkel des Betrachters an sagt Ihr und habt damit natürlich recht. Hier auf Fuerteventura ticken die Uhren eben noch ein bisschen anders und während man lernt sich an der Natur zu orientieren, verlernt man ein wenig wer der so genannte “Ernst des Lebens” eigentlich war.

Ich kann mich an diesen Ernst, nennen wir ihn ruhig beim Vornamen, noch sehr gut erinnern. Er begegnete mir das erste Mal im Alter von 7 Jahren. Mein Vater wies mich bei der Einschulung darauf hin, dass dieser Ernst des Lebens nun beginnen würde. Etwas irritiert, denn mein Kindergartenfreund hieß ebenfalls Ernst, begriff ich den nächsten Jahren recht gut, dass erstens dieser Ernst nichts mit meinem Freund aus alten Sandkistentagen gemeinsam hatte und zweitens, dass der Ernst des Lebens genauso wie ich jedes Jahr wuchs.

Ich denke, dass jeder hier ihn schon kennen gelernt hat, man kann also beim “Ernst des Lebens” ruhig von einem gemeinsamen Bekannten sprechen. Jemandem den man dann kennenlernt, wenn man das erste mal an der Existenz des Weihnachtsmannes zu zweifeln beginnt.

Also rufe ich hier in diesem Blog öffentlich zur Revolution auf! Leugnet in Zukunft die Bekanntschaft zu diesem Ernst, streicht ihn aus Euren Gedächtnissen, löscht ihn aus Euren Telefonbüchern. Der Verlust wird nicht schwierig zu verwinden sein, denn was hat Euch der Ernst des Lebens bis jetzt gebracht, außer schlaflosen Nächsten, frühem Aufstehen, sachlichen Gesprächen unbequemen Nadelstreifen Anzügen, trockenen Handschlägen, bitterem Cafe, einsamen Dienstreisen und einer Lesebrille wegen zu viel Computerarbeit?

Der gute alte Weihnachtsmann drohte zwar bösen Kindern mit der Rute, aber mal ehrlich ich kenne nur Kinder die von ihm beschenkt worden sind. Wer kann sich auch den gütig lächelnden Weihnachtsmann als brutalen Schläger vorstellen, ich jedenfalls nicht. Das passt auch nicht in das Berufsbild von jemanden der eigentlich das gesamte Jahr damit beschäftigt ist Geschenke herzustellen und Wünsche für neue Geschenke entgegen zu nehmen. Der Weihnachtsmann ist vielmehr ein Logistik Genie und nur Leute, die den Ernst des Lebens kennen, unterstellen dem Weihnachtsmann, dass dieser seine Probleme nicht verbal lösen kann.

Also lieber Weihnachtsmann, ich entschuldige mich für meine gleichaltrigen Freunde, die sich von Dir beschenken lassen und doch so tun als ob sie Dich nicht kennen. Ich finde das unfair. Auch wenn es noch ein Weile hin ist, bis wir uns wieder sehen und auch wenn es sein kann, dass Du dieses Jahr so beschäftigt bist, das Du nicht persönlich nach Fuerteventura kommen kannst, wollte ich Dir auf diesem Weg einmal danke sagen.

Danke für die guten Wellen, die wir hatten und vor allem Danke für die vielen guten Wellen, die noch kommen werden. Danke für die vielen netten Menschen, die uns hier besuchen kommen, danke für den Strand, die Fische, die sonnigen Vormittage und die langen Abende.

Ich kann mit Stolz sagen: Ich glaube an Dich!

Wer hat den Mut und schließt sich mir an? Einige von Euch haben es bereits getan, wenn auch unbewusst. Alle die uns hier in den letzten Wochen und Monaten auf Fuerteventura besucht oder mit uns gelebt haben, verleugnen doch unseren unbequemen Bekannten Ernst schon.

Also mein lieber Ernst, wenn auch bis jetzt nur im Urlaub und in konspirativen Kreisen von Wellen- und Strandfanatikern auf Fuerteventura, Dein Einfluss schwindet. Deshalb lass uns zeitweilig einen Waffenstillstand schließen. Lass die Menschen in den Urlaub fahren, bring sie noch bis zum Flughafen, erinnere sie noch einmal daran ihre Herde und Bügeleisen zu hause abzuschalten, aber dann lass sie ziehen und ihr Schicksal bis zu ihrer Rückkehr in ihre eigenen Hände legen. (weiterlesen…)

Wellenreiten im Herbst im Surfcamp auf Fuerteventura

Dienstag, 04. September 2012

Hallo Surfer, Sonnenanbeter, Urlauber, Aussteiger, Lebenskünstler, Wassermänner und Strandbewohner,

hier mal wieder ein längeres Lebenszeichen von dem sandigen Fleck Erde vor der afrikanischen Küste. Ich weiß ja nicht wie es Euch so geht, aber ich kann Euch sagen, hier ist es sehr sehr heiß. Man möchte das Wasser eigentlich nur noch kurz zum Essen und schlafen verlassen. Glücklich wer diese warmen Tage am Strand verbringen kann, so wie wir :) …Glücklicher noch wer diese Tage mit vielen netten Menschen verleben kann. Getreu dem Motto: Last uns zusammen schwitzen, surfen und Spaß haben.

Nun ist der August vorbei und man kann rückblickend sagen: Es war ein sehr schöner Sommer. Vielleicht der schönste und beste von allen Sommern bis jetzt. Nette Menschen, gute Wellen, entspannte Stimmung und natürlich die eine oder andere Party in kurzen Hosen unterm Sternenhimmel. Also Zeit dafür sich ein mal bei allen Beteiligten unseres Surfcamp Teams zu bedanken: Danke Fabian, Danke Oscar, Danke Christian, Danke Bernardo, Danke Jasper, Danke Thjis, Danke Tine für die viele gute Laune, die professionelle Arbeit, die Geduld und die schöne Zeit mit Euch.

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OTRO MODO Surfcamp