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Wellenreiten und Umweltschutz

Hallo Ihr Lieben,

mit Freuden habe ich unser erstes Feedback vernommen, welches auch zu meinem heutigen Thema passt: Wellenreiten und Umweltschutz.

Wir als Surfcamp, die jeden Tag die wunderschönsten Strände von Fuerteventura zum Wellenreiten nutzt, wollen uns ein Teil dazu beitragen, dass das Meer und unsere Strände noch vielen Menschen nach uns erhalten bleiben.

Ich möchte Euch heute einige Denkanstöße geben, die wir auch in unserer Extratheoriestunde “Umwelt und Meer” vermitteln.
Jeder von uns liebt das Meer. Es gehört zu uns und es ist der Ursprung allen Lebens.

Habt Ihr Euch in diesem Zusammenhang schon mal Gedanken gemacht, wie wichtig die Meere für das globale Klima sind und welch große Artenvielfalt sich unter Eurem Surfbrett tummelt ?
Vor allem aber wisst Ihr, welch große Schäden durch Müll, den wir achtlos am Strnd zurücklassen oder ins Wasser werfen, angerichtet wird ?

Unsere Meere bedecken über 71% der Gesamtfläche des Planeten Erde.
Aus diesem Grund nennen wir Ihn auch den blauen Planet und sicher werden wir auch so von anderen Existenzen im All betrachtet.
Wasser ist Leben. Ohne Wasser wäre die Erde ein unwirtlicher Ort ohne Arten, ohne Sauerstoff- ohne Leben.
Die Zusammensetzung des Menschen bezüglich seiner Spurenelemente ist identisch mit der Zusammensetzung der Spurenelemente der Erdmeere.

Aber nicht nur für uns Erdlinge spielt das Meer eine große Rolle. Auch für die unzähligen Arten, die in unseren Gewässern leben hat es eine immense Bedeutung.
Alleine im Great Barrier Reef leben so viele unterschiedliche Formen, wie sonst nirgendwo anders auf diesem Planeten.
Meeresschildkröten, verschiedene Walarten- viele dieser Tierarten gelten heute als bedroht.
Durch die Erwärmung der Meere gilt das Great Barrier Reef selbst ebenfalls als bedroht und man rechnet mit seinem fast vollständigen ( 90%) Zerfall gegen Mitte des Jahrhunderts.
Wir alle, die wir diesen Text hier lesen, ich, die ich ihn geschrieben habe- wir alle werden das nicht mehr erleben.
Aber wollen wir nicht dieses großartige Bauwerk der Natur erhalten ? Denken wir nicht an die, die nach uns kommen ? Was passiert mit unserer Erde, wenn ganze Ökosysteme sterben ?

In unseren Meeren schwimmen schon heute gigantische Mengen Müll, die durch ihre chemische Zusammensetzung teilweise erst nach 450 Jahren vollständig verrottet sein werden.
Menschen werfen seit Jahrtausenden ihre Abfälle ins Wasser. Solange diese aus Materialien bestehen, die mit Hilfe von Bakterien, UV- Licht und Wellengang ihren Weg in das Ökosystem finden, gibt es kein Problem.
Unser Zivilisationsmüll von heute ist aber vor allem eins: langlebig. Weltweit werden in jedem Jahr fast 120 Millionen Tonnen! Kunststoff produziert.
Laut Greenpeace, die ihrerseits eine Studie der Vereinten Nationen zitieren, treiben derzeit knapp 20.000 Plastikteile auf jedem Quadratkilometer Ozean.
Bedingt durch meteorologische Eigenheiten, sammelt sich an manchen Stellen mehr Müll. Zwischen den Hawaiianischen Inseln und dem Amerikanischen Kontinent, entsteht durch ein Hochdruckgebiet ein Meeresstrudel, der die Massen im Uhrzeigersinn bewegt. Da sich einmal in diesem Strudel befindlicher Müll- nicht von selbst wieder aus dieser Strömung befreien kann, zieht er dort die nächsten 15 Jahre seine unermüdlichen Bahnen.
Das Ergebnis ist ein annähernd geschlossener Müllteppich, der inzwischen so groß wie Zentraleuropa ist.
Jedes Müllteil, welches in den Nordpazifik geworfen wird, landet auf kurz oder lang in diesem enormen Teppich aus Abfall.

Plastikmüll landet aber auch in unserer Nahrungskette. Giftige Substanzen lagern sich am Plastikmüll an, Tiere nehmen diesen Müll und damit das Gift über die Nahrung zu sich, Jäger fressen ihrerseits diese Tiere und am Ende kommen schlussendlich auch wir.
In diesem Fall erwischt uns die höchste Konzentration.

Es kann nicht unsere Absicht sein, dass wir uns selbst vergiften und dass das was wir lieben durch unsere Unachtsamkeit zu Schaden kommt.
Es ist oft nur ein kleiner Weg bis zum nächsten Mülleimer. Ein kurzer Moment des Bückens, nur eine kleine Weile Arbeit, das zu entsorgen, was wir benutzt haben.

Für die Tiere des Meeres bedeutet der Müll eine zusätzliche Gefahr. Sie ersticken, ertrinken, verhungern verdursten und verenden qualvoll in unseren unachtsam fortgeworfenen Gegenständen.
Viele Vögel verfüttern an ihre Nachkommen Plastikteile, da sie diese nicht von ihrer Nahrung unterscheiden können.
Man fand in 97% aller Nordsee- Eissturmvögel Plastik in den Mägen. Von dort kann er weder ausgeschieden, noch verwertet werden. Er füllt den Magen und lässt die Tiere qualvoll verhungern.
Meeresschildkröten verwirren sich in Stricken und Leinen aus Plastik, Wale und Delfine sterben und das gesamte Ökosystem kommt zu Schaden.
Der Müll in unseren Meeren ist bedenklich angestiegen. Die negativen Folgen davon sind enorm.

Was können wir tun ?

Wir alle können dazu beitragen unseren gemeinsamen Lebensraum zu schützen.
Als Surfer benutzen wir die Meere für unser Vergnügen. Wir sollten diesem Lebensraum mit größtem Respekt und Vorsicht begegnen.
Naturschutzgebiete sind keine Spielplätze und sollten unbedingt respektiert werden.

Vermeidet Müll. Nehmt immer einen Müllbeutel mit zum Strand. Sammelt Plastikteile auf, ermahnt auch andere Strandbenutzer zu Umsicht. Gebt Euer Wissen weiter.
Ein Zigarettenfilter benötigt eine Halbwertszeit von 80 Jahren, bis er zur Hälfte verrottet ist, Aluminium ( Getränkedosen ) verrotten gar nicht, Plastik braucht bis zu 450 Jahre und eine Glasflasche benötigt sogar 1000 Jahre!.
Vergesst niemals, das wir nur einen Planeten haben

Protect your surf environment!

BEACHCLEANING 01.05.2011, Playa Cofete

BEACHCLEANING 01.05.2011, Playa Cofete

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